Technische Untersuchung

Wir bieten Ihnen verschiedene technische Untersuchungen, wie Ultraschall, Lungenfunktionsprüfungen und Aufzeichungen von Elektrokardiogrammen (EKG) in unserer Praxis. Hierfür nutzen wir modernste medizintechnische Geräte und Untersuchungsverfahren, um Ihnen eine bestmögliche Versorgung zu ermöglichen.

Ultraschall/Sonographie

Mit Hilfe der Ultraschalluntersuchung können Gefäße und Organe graphisch dargestellt werden, wobei ein Gel auf die Haut aufgetragen und der Schallkopf mit leichten Druck aufgesetzt wird.

Informieren Sie sich gerne nachfolgend genauer über die verschiedenen Ultraschalluntersuchungen.

 

Abdomen (Bauchraum) / Hochauflösender Ultraschall des Bauchraumes 

Mit Hilfe der Sonographie können die Organe im Bauchraum dargestellt werden. Die Veränderungen in Größe und Struktur derselben geben Hinweise auf vorliegende Krankheiten oder Risiken. 

Es wird ein Gel auf die Bauchdecke aufgetragen, das die Schallleitung ins Gewebe ermöglicht. Anschließend wird der Ultraschallkopf mit leichtem Druck aufgelegt. Je nach Organ und Lage des Organs im Körper muss der Untersucher aus einem bestimmten Winkel heraus eine Darstellung versuchen.

In der Vorbereitung ist es optimal, wenn der Patient einige Stunden vorher weder gegessen noch getrunken hat. Vor allem kann Luft, die mit der Nahrung in den Darm gelangt die Ultraschallwellen direkt reflektiert und so die Untersuchung einiger Organe unmöglich machen. Aus diesem technischen Grund untersuchen wir unsere Patienten am liebsten morgens nüchtern. Im Bedarfsfall ist auch eine nicht nüchterne Untersuchung möglich.

 

Welche Organe lassen sich darstellen?

  • Leber / Gallenblase / Gallenwege
  • Nieren
  • Milz
  • Bauchspeicheldrüse
  • Harnblase
  • Prostata / Gebärmutter
  • Gefäße

Die Untersuchung ist notwendig bei:

  • Unklaren Bauchbeschwerden
  • Krankheiten/Schmerzen im Bauchraum
  • Bluthochdruck
  • Nachsorge bei Krebs / Krankheiten der Nieren o.a. Organe des Bauchraumes
  • anhaltendem Durchfall
  • und vielem mehr

Die Untersuchung ist aus unserer Sicht als Vorsorge für Erwachsene einmal jährlich sinnvoll.

 

Eine gesunde Schilddrüse ist die Grundvoraussetzung für optimale Funktionen des gesamten Organismus.

Schilddrüsenhormone steuern viele Stoffwechselvorgänge wie zum Beispiel:

  • Körperwachstum
  • Körpergewicht
  • Haut und Haare
  • Muskulatur
  • Nervensystem
  • Hormonsystem

Zur Produktion von Schilddrüsenhormonen benötigt der Körper vor allem Jod. Bei mangelhafter Jodaufnahme mit der Nahrung kommt es häufig zu Krankheiten der Schilddrüse, zum sogenannten Kropf / Struma (Deutschland ist ein Jod-Mangel-Gebiet!).

Schilddrüsenerkrankungen sind sehr verbreitet und treten nicht nur gehäuft im höheren Lebensalter, sondern auch schon im Kindes- und Jugendalter auf.

Jeder dritte Bundesbürger lebt (oft unerkannt) mit einer krankhaften Veränderung der Schilddrüse.

Hierzu zählen:

  • Kropf / Struma: Vergrößerung der Schilddrüse oder einzelner Teile durch verschiedene Ursachen (häufig Jodmangel)
  • Zysten: kleine flüssigkeitsgefüllte Bläschen (ungefährlich)
  • Knoten in der Schilddrüse: Gutartige oder bösartige Veränderungen, die zu Funktionsstörungen führen können
  • Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse: z.B. M. Basedow, Hashimoto-Thyroeiditis

Wir bieten Ihnen einen Check der Schilddrüse.

Die Schilddrüse wird mittels Ultraschall (Sonographie) untersucht. Dabei werden die Größe des Organs und eventuelle Veränderungen der Gewebestruktur erfasst. Mit der Sonographie lassen sich unter anderem Knoten und Zysten diagnostizieren.

 

 

Die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse wird im Regelfall ergänzt durch eine Hormonanalyse der Schilddrüsenhormone.

  • Thyroid stimulisierendes Hormon (TSH)
  • Trijodthyronin (T3)
  • Tetrajodthyronin/Thyroxin (T4)
  • anti TPO/TRAK

Die Untersuchung der Schilddrüse ist erforderlich bei:

  • Vergrößerung der Schilddrüse
  • Tastbaren Knoten in der Schilddrüsengegend
  • Schmerzhafte Veränderungen der Schilddrüse
  • Augenveränderungen (Heraustreten der Augen)
  • Funktionsstörung der Schilddrüse bei Symptomen, die auf eine Schilddrüsenunterfunktion hindeuten:
    • Ständiges Kältegefühl
    • Gewichtszunahme
    • Haarausfall
    • Verstopfung
    • Müdigkeit
    • Trägheit
    • Lustlosigkeit
    • Depression
    • bei Symptomen die auf eine Schilddrüsenüberfunktion hindeuten:
    • Gewichtsverlust
    • Rastlosigkeit
    • Hitzegefühl
    • Nervosität
    • Haarausfall
    • Durchfall

Als Vorsorgeuntersuchung empfehlen wir sie bei:

  • Bewohnern von Jodmangelgebieten
  • Schilddrüsenkrankheiten in der Familie
  • Kinderwunsch
  • Durch einen Schilddrüsen-Check besteht die Möglichkeit der Früherkennung von Schilddrüsenerkrankungen.

Durch eine rechtzeitige Vorbeugung oder Therapie lassen sich spätere Komplikationen und operative Eingriffe oft vermeiden.

 

Eine Erkrankung der Gefäße insbesondere der Hals-/Hirngefäße ist neben Herz – und Krebserkrankungen die dritthäufigste Todesursache in der westlichen Welt. Ein Verschluss der Halsschlagader führt zum Schlaganfall mit oft schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen.

Die Ultraschalluntersuchung der Halsgefäße stellt die großen das Gehirn versorgenden Blutgefäße dar und misst mittels Ultraschall den Blutfluss in diesen Gefäßen und damit die Durchblutung des Gehirns.

Für die Untersuchung wird ein Gel beidseits auf die Region der Halsschlagader aufgetragen und der Schallkopf mit sanftem Druck aufgesetzt. So können die Struktur der Gefäßwände (Sonographie) untersucht werden und Blutfließgeschwindigkeiten in den Gefäßen durch Töne hörbar (Doppler-Sonographie) und Farbdarstellung sichtbar (Farbdoppler- Sonographie) gemacht werden.

Die Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern zeigt rechtzeitig Verengungen der Gefäße, die zum Schlaganfall führen können.

Diese Untersuchung ist erforderlich bei folgenden Erkrankungen:

  • Schlaganfall (Apoplex)
  • Durchblutungsstörungen des Gehirns

 

Diese Untersuchung ist als Vorsorge aufgrund des höheren Risikos empfehlenswert bei folgenden Erkrankungen:

  • Blutzuckererkrankung/Diabetes mellitus
  • Arterienverkalkung/Arteriosklerose
  • Herzrhythmusstörungen
  • Fettstoffwechselstörungen/Hyperlipidämie
  • Bluthochdruck/Hypertonie
  • Erkrankung der Herzkranzgefäße/Koronarer Herzerkrankung
  • Arterielle Verschlusskrankheit/pAVK
  • Herzinfarktrisiko
  • Hyperhomocysteinämie
  • Erhöhtes C reaktives Protein (CRP)
  • Übergewicht (Adipositas)
  • Rauchen (Nikotinabusus)
  • Körperlicher Inaktivität

Mit Hilfe der Ultraschalluntersuchung der Halsgefäße sind wir in der Lage frühzeitig Erkrankungen der Halsschlagadern zu erkennen, so dass rechtzeitig eine vorbeugende Therapie durchgeführt werden kann.

Die Ultraschalluntersuchung ist ungefährlich und dient Ihrem Schutz vor einem Schlaganfall und damit Ihrer Gesundheitsvorsorge.

 

Die Echokardiographie dient zur Darstellung des Herzens und damit zur Diagnostik von strukturellen und funktionellen Erkrankungen des Herzens. Sie erfolgt von außen über die Vorderseite des Brustkorbs. Die vom Gerät ausgestrahlten Schallwellen werden von Herzgewebe und Blutfluss verändert und der Schallkopf empfängt sie wieder. Diese werden dann in ein Bild umgewandelt, welches am Bildschirm sichtbar gemacht wird.

Zudem verwenden wir Verfahren, die den Blutfluss hörbar machen (Doppler-Verfahren) und in Farbe darstellen (Farb- Doppler = Duplex- Sonographie). Dies ist wichtig für die Beurteilung des Blutflusses und der Herzklappenfunktion.

Folgendes lässt sich mittels Ultraschall-Untersuchung des Herzens darstellen:

  • Struktur von Herzwänden und Herzklappen und deren Bewegungsabläufe
  • Wanddicke von Herzvorhöfen und Herzkammer
  • Größe der Herzbinnenräume und des gesamten Herzens
  • Auswurfleistung des Herzens
  • Pumpaktivität und Blutfluss im Herzen

 

Diese Untersuchung empfehlen wir, beziehungsweise ist erforderlich bei folgenden Gesundheitsrisiken / Erkrankungen:

  • Erkrankungen der Herzklappen (Verengungen/ Stenosen oder Undichtigkeiten/ Insuffizienzen der Klappen)
  • Pumpschwäche des Herzens (Herzinsuffizienz)
  • Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathie)
  • Flüssigkeitsansammlungen im Herzbeutel (Perikarderguss)
  • Wandausstülpungen der Hauptschlagader oder der Herzwand (Aneurysma)
  • Öffnungen zwischen den Herzkammern (Septumdefekt)
  • Herzschäden durch hohen Blutdruck (Hypertonie)

Durch die Echokardiographie lassen sich Ihre Beschwerden des Herzens ohne gefährliche Eingriffe und Risken / Nebenwirklungen abklären und im Verlauf beobachten (Verbesserung/Verschlechterung/Heilung). Aufgrund der Ergebnisse können wir eine mögliche Herzerkrankung gezielt therapieren. Auch können wir Veränderungen in der Vorsorge erkennen, die Ihnen noch gar keine Beschwerden machen aber doch relevant sein können.

EKG

Ein EKG schreibt man, um Herzrhythmusstörungen festzustellen. Dabei werden Elektroden an verschiedenen Stellen des Körpers angebracht und die Herzströme abgeleitet. Diese werden dann auf dem Computerbildschirm dargestellt und können vom Arzt analysiert werden.

 

Das Ruhe-EKG ist die Routineuntersuchung zur Kontrolle des Herzens. Sie erfolgt im Liegen in völliger Ruhe und liefert wichtige Hinweise auf eine Herzrhythmusstörungen, Mangeldurchblutung der Herzkranzgefäße sowie entzündliche Herzerkrankungen.

 

Elektroden werden an verschiedenen Stellen des Körpers angebracht und zeichnen die Ströme auf, die bei jedem Herzschlag entstehen. Das geschriebene EKG wird dann vom Arzt angesehen und beurteilt, ob Hinweise auf verschiedenste Herzerkrankungen vorliegen.

 

Das Belastungs-EKG dient der Abklärung von Brustschmerzen und der Kontrolle einer Blutdruckeinstellung sowie der Frage nach der allgemeinen Belastbarkeit des Herzens.

Beim Belastungs- EKG sitzt der Patient auf einem Fahrradergometer, während die Ableitung des EKG erfolgt. Die Belastung wird stufenweise erhöht, was zu einer zunehmenden Belastung des Menschen und damit des Herzens führt, bis die Belastungsgrenze erreicht ist.

 

Man sucht während der Untersuchung nach Veränderungen in den EKG-Kurven sowie im regelmässig aufgezeichneten Blutdruck- und Herzfrequenzverhalten. Je nachdem welche Veränderungen sich in der EKG-Ableitung zeigen, können Rückschlüsse auf verschiedene Krankheitsbilder gezogen werden.

 

Die Spiroergometrie findet auf dem Ergometer statt. Der Patient trägt während der Messung eine Gesichtsmaske. Während der Belastung werden EKG, Blutdruck, Lungenfunktion, Blutgase, Atemmechanik und Kreislaufanpassung in Ruhe und unter Belastung ermittelt und bewertet.

 

Die Untersuchungsergebnisse geben Auskunft über die tatsächliche Leistungsfähigkeit von Lunge, Herz und Kreislauf. Des Weiteren wird die Spiroergometrie zur Überprüfung des Gasaustauschs (Aufnahme von Sauerstoff, Abgabe von Kohlendioxid) eingesetzt.

 

Beim Langzeit-EKG werden Ihre Herzströme über einen ganzen Tag (20-24 Std.) gemessen. Dabei tragen Sie das EKG-Aufzeichnungsgerät die ganze Zeit am Körper. Ziel der Untersuchung ist es, Herzrhythmusstörungen in Ihrem Alltag zu beurteilen.

 

Sie können Ihre Alltagsaktivitäten normal weiter ausführen, sodass ihr Herzrhythmus über den normalen Tagesablauf kontrolliert werden kann.

Bei Bedarf erlaubt uns unsere technische Ausstattung ein Langzeit-EKG kontinuierlich bis zu 7 Tage durchzuführen.

 

Bei der Langzeit-Blutdruckmessung wird der Blutdruck über den ganzen Tag (24 Std.) in regelmäßigen Abständen von 15-30 Minuten gemessen. Die Funktion der Langzeit-Blutdruckmessung ist die Gleiche wie bei der gewöhnlichen Blutdruckmessung. Das Langzeit-Blutdruckmessgerät misst die Werte und speichert sie.

 

Während der Messung führen Sie ein Tätigkeitsprotokoll, sodass bestimmte Aktivitäten mit Ihrem individuellen Blutdruck in Verbindung gebracht werden können. Die gespeicherten Daten werden in der Praxis ausgewertet und anschließend mit Ihrem behandelnden Arzt besprochen.

Lungenfunktionsprüfung

Bei der Lungenfunktionsprüfung werden mittels Spirometrie Lungen- und Atemvolumina gemessen und graphisch in einem Spirogramm dargestellt. Sie atmen über ein Mundstück in ein Atemrohr, wobei die Nase mit einer Nasenklammer verschlossen wird. Das Spirometer misst elektronisch die Menge der geatmeten Luft pro Zeit und die Kraft mit der ein- und ausgeatmet wird. Die Ergebnisse werden aufgezeichnet und anschließend mit Ihrem behandelnden Arzt besprochen.